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Lieder in der Suppenküche

Lieder in der Suppenküche – Bürgerreise nach Charkiw mit Besuch bei Sozialprojekten

Nürnberg International

Die Gastfreundschaft, die Herzlichkeit, die Tatsache, dass man trotz der Schrecken des Zweiten Weltkrieges nie ein böses Wort hört: Diese Eindrü¬cke von der Nürnberger Partnerstadt in der Ost-Ukraine prägten ein Fest zum 20-jährigen Bestehen des rührigen Partnerschaftsvereins Charkiw-Nürnberg im Heilig-Geist-Haus.

Eine Reise in die zweitgrößte Stadt der Ukraine hatte 1993 den Anstoß gegeben. Die Teilnehmer sahen sich auch mit der Not der Menschen konfrontiert. „Danach dachten wir: Das kann es doch jetzt nicht gewesen sein", erinnert sich Andrea Wiedemann, die damals auch die Einrichtung des Nürnberger Hauses in der Partnerstadt vorantrieb.

Eine kleine Fotopräsentation ver-anschaulichte die bescheidenen Anfänge des Austauschs: Anfangs war das Charkiwer Büro des Vereins in einem kahlen Büro in einem heruntergekommenen Haus untergebracht. Heute ist das Nürnberger Haus eine lebendige Einrichtung, die stark gefragte Deutsch-Sprachkurse, Kulturveranstaltungen und vieles mehr anbietet und sich mit dem Qualitätssiegel des Goethe-Instituts schmücken darf.

Die jüngste Bürgerreise nach Charkiw sowie Kiew und Lemberg ließ der Slawist Diether Götz vom Vereinsvorstand mit einem Film Revue passieren. Besonders bewegend ist die Szene, in der die Gruppe eine Suppenküche für arme Rentner in Charkiw besucht. Eine ältere Frau gesellt sich zu ihnen und trägt ein Gedicht vor, in dem eine Mutter um ihren Sohn Aleksej trauert, der im Krieg gefallen war. Am Ende stimmen Charkiwer und Nürnberger gemeinsam russische Volkslieder an.

Unterdessen hat sich bereits eine weitere Delegation aus Charkiw und Donezk in Nürnberg umgesehen - bei der Langen Nacht der Wissenschaften. Beide Städte wollen das Konzept übernehmen; Charkiw hat den Sprung ins kalte Wasser Ende September bereits gewagt - mit überwältigendem Erfolg: Auf Anhieb sollen sich, so heißt es, 200 000 Besucher in Labors, Hörsälen und Forschungseinrichtungen umgesehen haben. Die Millionenstadt Charkiw ist stark von Universitäten und Hochschulen verschiedenster Disziplinen geprägt.

PHILIPP DEMLING

© Beilage „Mehr Nürnberg“ der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung vom 24.10.2013

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