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Stadträte in Charkiv

Unterstützung für Behinderte und Kranke

Mit sehr verschiedenen Eindrücken kam die Nürnberger Delegation vor wenigen Tagen aus der Partnerstadt Charkiv zurück. Die Stadträte Gebhard Schönfelder (SPD) und Brigitte Wellhöfer (Grüne) waren allerdings nicht zum ersten Mal in der urkrainischen Metropole. Außerdem gehörten Peter Bielmeier (CSU) und Dietrich Schwarzer, Vorstandsmitglied des Vereins "Ökumenische Partnerschaft Nürnberg-Charkiv", sowie Rimma Schmitt vom Amt für Internationale Beziehungen zur Reisegruppe.

Zu den offiziellen Terminen zählten die Feierlichkeiten "64 Jahre nach der Befreiung der Stadt vom Faschismus". Diese werden als großes Volksfest begangen, berichtete Gebhard Schönfelder. Fast eine Stunde habe das Feuerwerk an diesem Tag gedauert, beobachtete Brigitte Wellhöfer. Sie war von den Gegensätzen, die den Alltag in Charkiv prägen, sehr berührt.

Denn es findet sich neben dem Reichtum einzelner, dem öffentlichen Leben mit entsprechend prunkvoller Präsentation auch viel Elend. Das kann auch Dietrich Schwarzer bestätigen. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern, die seit 1999 dafür sorgen, dass Alte und unheilbar Kranke in einer von dem Verein finanzierten Einrichtung betreut werden. Denn in Charkiv fühlt sich niemand zuständig für diese Personengruppe. Es existieren dort sogar Vorschriften, die das Versorgen von TBC-Kranken oder Krebspatienten über die akute Behandlung hinaus verbieten, berichtet der pensionierte Ingenieur.

Andere Projekte
sollen Finanzierung sichern

Inzwischen sei man von der Wichtigkeit dieser Pflegeeinrichtung auch in Charkiv an höherer Stelle überzeugt. Die Finanzierung müsse aber der fränkische Verein sicherstellen. Deswegen wurden Gespräche geführt, wie man durch andere Projekte dafür sorgen kann, dass aus der Initiative schließlich eine sich selbst tragende Einrichtung wird, die von Ukrainern betrieben werde, erklärt der rührige Vereinsvertreter.

Die Stadträte führten auch mit dem Bürgermeister von Charkiv, Michail Dobkin, Gespräche über weitere Aktivitäten zwischen den Städten. Seit 17 Jahren besteht die Verbindung inzwischen, und sie hat zu Austausch und Kontakten auf vielen Ebenen geführt. Im kommenden Jahr sollen in Charkiv Nürnberger Kulturtage stattfinden, kündigte Rimma Schmitt an.

Gerade erst besiegelt wurde eine Partnerschaft zwischen der Werkstatt für Behinderte in Nürnberg und einer Behinderteneinrichtung in Nürnberg. Schönfelder glaubt, dass sich die Städtebeziehung weiterhin zum Positiven entwickeln wird.

Petra Nossek-Bock
Spenden für das Hospizprojekt: Kto.-Nr. 3500446 bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft e.G., BLZ 76060561

Erschienen in der "Nürnberger Zeitung", 1.09.2007

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