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Jahresbilanz des Partnerschaftsvereins Nürnberg-Charkiv

Spenden mit Blick in die Zukunft


Insbesondere Rentner, mittellose Familien und Kinder sind in Nürnbergs Partnerstadt Charkiv auf Unterstützung von außen angewiesen. Der Partnerschaftsverein Nürnberg- Charkiv fördert seit über eineinhalb Jahrzehnten verschiedene Projekte in der zweitgrößten Stadt der Ukraine. Die Jahresbilanz 2009 fällt trotz der weltweiten Finanzkrise durchaus positiv aus.

Die Industrieproduktion ging im ersten Halbjahr 2009 um 30 Prozent zurück. Die Inflation beträgt nach wie vor 15 Prozent. Die Ukraine befindet sich laut Bernd Rödl, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation, daran gebe es keinen Zweifel. "Die Risikobereitschaft ausländischer Investoren ist auf einem Tiefpunkt angelangt. Der Bürokratismus und das unsichere Rechtssystem macht es einem auch nicht leichter." Trotzdem ist sich Rödl sicher: "Das Land ist ein riesiger Markt für Investoren."

"Rödl & Partner" unterhält in der Ukraine zwei Büros für Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Steuerberater. Deshalb weiß der Firmenchef aus erster Hand, dass man in der ehemaligen sowjetischen Teilrepublik mit Widrigkeiten und Überreaktionen zu kämpfen hat. Im November verhängte die Regierung eine dreiwöchige landesweite Quarantäne wegen Schweinegrippe. In dieser Zeit stand in der Ukraine jegliches Leben still. Medizin für die Bevölkerung war nicht vorhanden.

Angesichts diverser Horrormeldungen liest sich die Jahresbilanz des Partnerschaftsvereins wie ein Silberstreifen am Horizont. Insgesamt 60 000 Euro wurden in verschiedene Projekte gepumpt. Die Charkiver Armenküche verpflegt fünf Mal pro Woche 130 Menschen. Es gehe hier nicht um ein reines Abfüttern, sondern darum, dass sich die Menschen auch wohlfühlen. Die Benefizaktion "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks ermöglichte es, die städtische Kinderambulanz für Tuberkulose funktionsfähig zu erhalten.

Auch das Kinderförderzentrum des sozialen Hilfsdienstes und die ökumenische Sozialstation bekommen Spendenmittel. Doch Prunkstück ist nach wie vor das "Nürnberger Haus". Diese Einrichtung ist nicht nur als deutsch-ukrainisches Begegnungszentrum längst etabliert, sondern dient dem Partnerschaftsverein auch als Stützpunkt vor Ort. Rödl: "Dadurch haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit zu gewährleisten, dass jeder gespendete Euro zu 100 Prozent seinem Zweck zugeführt wird."

Das "Nürnberger Haus" hat als erstes Sprachlernzentrum in der Ukraine mit Erfolg einen vom Goethe-Institut durchgeführten Akkreditierungsprozess durchlaufen. Auch die dort stattfindenden Kulturveranstaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit.

Thomas Susemihl
8.12.2009
© NÜRNBERGER ZEITUNG

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