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Ein rauschendes Fest zum Jubiläum

Nürnberger reisten in die Partnerstadt Charkiv - 19.10. 14:10 Uhr

Nürnberg - Seit 20 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und Charkiv in der Ukraine und seit 15 Jahren lädt das Nürnberger Haus in Charkiv Kulturinteressierte ein. Grund genug für eine Bürgerreise: Ende September besuchten 16 Nürnberger Bürger, vier Stadträte und eine Künstlerdelegation mit Monika Teepe und Burkhard Rempe (Musik) sowie Nora Matocza und Thomas May (bildende Kunst) die ukrainische Partnerstadt.



Krasse soziale Gegensätze: Nürnberger Bürger unterstützen eine Armenküche.


Vor der Ankunft in Charkiv erlebten die Bürger einen Tag lang Geschichte und Gegenwart von Kiew, der ukrainischen Hauptstadt: Sie besuchten die berühmte Sophienkathedrale und das Höhlenkloster. Sie erlebten aber auch das moderne Kiew mit seinen Hochhäusern und zeitraubenden Verkehrsstaus.

In Charkiv nahmen die Gäste an der Eröffnung einer Ausstellung in der Galerie AVEC im Nürnberger Haus teil. Hier sind Bilder von Nora Matocza und Installationen von Thomas May zu sehen. Auf Begeisterung stieß auch ein Festkonzert des Nürnberger Hauses mit Förderung des Ausländischen Amtes im vollen Opernsaal. Burkhard Rempe leitete das Junge Orchester der Slobozhantschina. Gegeben wurde die Freischütz-Ouvertüre, die vier letzten Lieder von Richard Strauß mit der Sängerin Monika Teepe und die erste Symphonie von Brahms. Anschließend ging es zum Fest im Nürnberger Haus, wo etwa 150 Leute fröhlich zusammen feierten. Hier gab es für jeden Nürnberger Gelegenheit, mit Charkiver Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Weiterhin genossen die Nürnberger einen Ausflug zum Höhlenkloster Svjatogorsk hoch über dem Fluss Donetsk. Sie schauten sich die umstrittene neue Straße durch den Gorkipark an, besuchten das Memorial, die Gedenkstätte für die Charkiver Opfer des Zweiten Weltkrieges, sowie den deutschen Soldatenfriedhof.

Nicht zuletzt lernte die Delegation aus Franken auch die vom Partnerschaftsverein finanzierte Armenküche sowie das von ihm unterstützte Kinderförderzentrum kennen. Die sozialen Gegensätze in Charkiv sind sehr stark. Der Partnerschaftsverein und andere Nürnberger Initiativen engagieren sich deshalb in der Partnerstadt, um reale Not zu lindern und Kinder und junge Menschen zu fördern.

Im Anschluss an die Bürgerreise führte der Partnerschaftsverein und das Nürnberger Haus mit Stadtrat Gebhard Schönfelder ein Seminar mit Studenten und Fachleuten zum Thema "Stadtentwicklung heute: Herausforderung für Kommunen im Spannungsfeld von Finanzen und Bürgerinteressen" durch. Hier ging es vorrangig um die Frage, wie Bürger sich aktiv in die Stadtpolitik einbringen können.
© NÜRNBERGER ZEITUNG
21.10.2010

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