Newsletter

Überprüfen Sie bitte Ihren Spam-Ordner und Papierkorb Ihres Email-Programms.

Hilfe auf hohem Niveau

15 Jahre Partnerschaft mit Charkiv


Vor allem Rentner, mittellose Familien und Kinder sind in Nürnbergs Partnerstadt Charkiv auf Unterstützung von außen angewiesen. Vor nunmehr 15 Jahren wurde der Partnerschaftsverein Charkiv-Nürnberg gegründet, der verschiedene Projekte in der zweitgrößten Stadt der Ukraine fördert. Die Benefizaktion "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks unterstützt aktuell den Partnerschaftsverein mit einer Spende in Höhe von 15 000 Euro.

Vor allem Rentner, mittellose Familien und Kinder sind in Nürnbergs Partnerstadt Charkiv auf Unterstützung von außen angewiesen. Vor nunmehr 15 Jahren wurde der Partnerschaftsverein Charkiv-Nürnberg gegründet, der verschiedene Projekte in der zweitgrößten Stadt der Ukraine fördert. Die Benefizaktion "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks unterstützt aktuell den Partnerschaftsverein mit einer Spende in Höhe von 15 000 Euro.Man habe in den letzten eineinhalb Dekaden viel erreicht, daran lässt Bernd Rödl keinen Zweifel. Das Spendenaufkommen ist mittlerweile auf einem relativ hohen Wert stabil, sagt der Vorstandsvorsitzende des Partnerschaftsvereins, es beträgt jährlich bis zu 70 000 Euro.

Vor allem drei Projekte sind Nutznießer der Spenden. Die Charkiver Armenküche verpflegt täglich 150 Personen. Großer Wert wird darauf gelegt, dass sich die Menschen auch wohlfühlen. Der Begriff Kinderlager hat sicherlich einen unguten Klang. Doch das Kinderlager "Grüner Hügel" ist eine bewährte Rehabilitationseinrichtung, ebenfalls unterstützt wird ein Projekt für tuberkulosekranke Kinder. Gefördert wird außerdem das Nürnberger Haus.

Diese Anlaufstelle ist nicht nur als deutsch-ukrainisches Begegnungszentrum längst etabliert, sondern dient dem Partnerschaftsverein auch als wichtiger Stützpunkt vor Ort. Dadurch können unsere Mitarbeiter gewährleisten, sagt Rödl, dass die Spenden an die richtige Stelle kommen. Ein zentraler Aspekt sei eine Unterstützung auf Augenhöhe. "Wir wollen sicher keine alten Klamotten nach Charkiv schicken. Dies ist für mich eine Horrorvorstellung", so der Vorstandsvorsitzende.

Die 15 000 Euro der "Sternstunden" fließen in die Modernisierung der Diagnostik und in die Laboruntersuchungen in der Kinderambulanz für Tuberkulose. Die Verbreitung von TBC gibt zur Besorgnis Anlass: 1,2 Prozent der Bevölkerung der Ukraine ist heute von der Armutserkrankung betroffen, so dass man fast von einer Epidemie sprechen kann.

TBC fordert weltweit unter den Krankheiten die meisten Todesopfer, unterstreicht Fred-Jürgen Beier. Unterernährte Personen, vor allem auch Kinder, sind um ein Vielfaches anfälliger für die Krankheit, so gesehen leiste der Partnerschaftsverein intelligente Präventionsarbeit. "Das Nürnberger Engagement kann man auch als Projekt Gesunde Stadt Charkiv bezeichnen", unterstreicht der Leiter des hiesigen Gesundheitsamtes.

Um den Hebel an der richtigen Stelle anzusetzen, wünscht sich Beier eine engere Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Partnerstadt. Auch eine Multiplikatorenschulung sowie der verstärkte Einsatz von Präventionsmaterial sei in Planung. In Zukunft will der Partnerschaftsverein verstärkt in den Bereichen Bildung, Umweltschutz, Aufklärung und Energiebewusstsein tätig werden. So wird aktuell Kindern aus sozial schwachen Familien der Besuch im eben eröffneten Montessori-Kindergarten ermöglicht. Thomas Susemihl

12.3.2008
Mehr vom aktuellen Tagesgeschehen lesen Sie in Ihrer Zeitung. Jetzt abonnieren

© NÜRNBERGER ZEITUNG

Вы здесь: СтартPresseHilfe auf hohem Niveau
bigmir)net TOP 100