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Jugend und Wirtschaft: Verbrüderung erneuert

Skandal um Kahlschlag in Charkiv zieht weitere Kreise

NÜRBERG - Nürnberg und Charkiv wollen ihre Zusammenarbeit vor allem auf den Gebieten Jugend, Wirtschaft und Selbstverwaltung vertiefen. Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten Bürgermeister Horst Förther und Vize-Oberbürgermeisterin Prof. Svitlana Gorbunova-Ruban bei einem Fest zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft. "Die Menschen hier vermitteln mir das Gefühl, in Nürnberg zu Hause zu sein", bedankte sich die Vertreterin der Partnerstadt und verwies auf die enorme Entwicklung, die bis 1990 unvorstellbar schien. Erst recht für Bürger, die wie sie selbst "als Sowjetmenschen" und von den Erfahrungen und Folgen des Zweiten Weltkriegs geprägt worden sind.

Der Festakt wurde zur Schwitzpartie: Trotz defekter Klimaanlage verfolgen Vertreter der beiden Städte wie auch zahlreiche Akteure aus Gruppen und Initiativen geduldig die verschiedenen Ansprachen und musikalischen Einlagen. Foto: Weigert

Charkiv darf den Europapreis entgegennehmen

Unabdingbar sei für jede Partnerschaft, dass sie "nicht nur von oben verordnet", sondern von engagierten Bürgern mit Leben erfüllt werde, betonte Bernd Rödl, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins. "Im Fall von Charkiv ist das gelungen." Für ihr städtepartnerschaftliches Engagement darf die Stadt Charkiv in diesem Jahr übrigens den Europapreis des Europarats entgegennehmen, als einzige Stadt in den 47 Mitgliedsstaaten. Dabei sind Zweifel erlaubt, ob sie die Auszeichnung auch erhalten hätte, wenn bereits der Skandal um die erst nachträglich legalisierte Abholzung von 1000 Bäumen im innerstädtischen Gorki-Park bekannt gewesen wäre (wir berichteten).

Ist Charkiv kein guter Gastgeber für die Fußball-Em?

Vor allem die massiven Menschenrechtsverletzungen beim Vorgehen gegen die Umweltschützer haben der lokalen Auseinandersetzung inzwischen eine politische Dimension verliehen, die auch zu diplomatischen Initiativen bei der Regierung in Kiev führt. Außerdem versuchen die Umweltgruppen, das Charkiver Stadtregiment am derzeit wundesten Punkt zu treffen: In Protestbriefen an den Europäischen Fußballverband stellten sie die Fähigkeit der Stadt infrage, Gastgeberin bei der Europameisterschaft 2012 zu sein. Den Zuschlag für die Spiele hatten bekanntlich Polen und die Ukraine gemeinsam erhalten.
©NÜRNBERGER NACHRICHTEN
28.6.2010


http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1250724&kat=10

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