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Vorfreude in Nürnbergs Partnerstadt

Mit der Partie Deutschland gegen Holland hat Charkiv ein besonderes gezogen

Auch wenn die Infrastruktur zu wünschen übrig lässt und die Baukosten explodieren dass bei der FußballEM 2012 auch die deutsche Elf gleich alle Vorrundenspiele in der Ukraine austrägt‚ steigert die Vorfreude in dem Land. Das Losglück begünstigt auch Nürnbergs Partnerstadt Charkiv.

 

NÜRNBERG - „Wir sind einfach glücklich“, versichert Nikita Zinkovskiy mit seinen stechend blauen Augen auf dem Nürnberger Markt der Partnerstädte. In der Charkiv-Bude verkauft er gerade Babuschkas und anderes Kunsthandwerk aus seiner Heimat. „Wir hoffen auf viele Touristen aus Deutschland, sie sind herzlich willkommen.

Das War einmal anders — hatte die deutsche Wehrmacht im Osten der Ukraine doch besonders brutal gewütet. Die Erinnerung daran könne aber die heutigen Begegnungen nicht mehr belasten, gibt sich Zinkovskiy zuversichtlich. „Das ist zum Glück lange her.“ Ob er selbst Karten für die Spiele kaufen kann oder will, wisse er noch nicht. Vielleicht werde er sich um einen Einsatz‘ als freiwilliger Helfer bewerben.

Speziell auf den 13. Juni, auf die Partie Deutschland gegen Holland, freut sich Aleksandr Netschiporenko, Direktor des Departments für die EM-Vorbereitung beim Rat der Stadt Charkiw. „Ein Traum geht in Erfüllung — herzlich willkommen in‘ Charkiv, liebe Fußballfans.“

Es sei eine große Chance für Charkiv, europabgkannt zu werden, bedeute aber auch eine große Verantwortung, sagt Iwan Nemitschew, Leiter der Abteilung für ‘Internationale Beziehungen und europäische Integration im Rathaus von Charkiv. „Und es ist gut, dass wir schon 2008 begonnen haben, uns mit den Nürnberger Erfahrungen von der WM 2006 vertraut zu machen. Wir nutzen sie bereits und werden uns alle Mühe geben, dass sich unsere Gäste wohl fühlen.“

Auch im Nürnberger Haus gehört die EM zu den Topthemen. „Über die Auslosung gehen die Meinungen auseinander“, berichtet der Leiter Anatoliy Mozgovyy, „aber für Charkiv als Gastgeberstadt ist das auf jeden Fall positiv. Jetzt wird vieles davon abhängen, wie erfolgreich die Stadt alle Vorbereitungsmaßnahmen trifft, damit jeder Besucher unvergessliche Eindrücke von der EM 2012 mitnehmen kann.“

Schließlich stimmt auch der Partnerschaftsverein Charkiv-Nürnberg in die Freude mit ein, wenn auch mit einer deutlichen Einschränkung. „Dass Charkiv, gerade durch das Spiel der deutschen Mannschaft, noch stärker auch ins Bewusstsein der Nürnberger Bürger gerückt wird, begrüßen wir natürlich sehr“, sagt Professor Diether Götz. „Vor allem aber hoffen wir auch, dass mit der EM zivilgesellschaftliche Strukturen in der Ukraine gestärkt werden.“

Zudem dürfe nicht übersehen werden. dass sich bei der Vorbereitung auf die EM in Charkiv bedenkliche Dinge abgespielt haben; so wurden Mittel für soziale Aufgaben gekürzt und gab es massive Eingriffe in Grünanlagen und die Umwelt.

Auch im schmucken neuen Stadion von Nürnbergs ukrainischer Partnerstadt Charkiv geht die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft im nächsten Jahr auf Torejagd.

© Nürnberger Nachrichten vom 06.12.2011

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