Partnerschaftsverein Nürnberg-Charkiv

Vorstandswahlen gab es auch beim Partnerschaftsverein Nürnberg-Charkiv:

Erwartungsgemäß wurden der Vorsitzende Bernd Rödl und seine Stellvertreterin Antje Rempe ebenso in ihren Ämter bestätigt wie die übrigen Vorstände. Allerdings trat die bisherige stellvertretende Schatzmeisterin Sigrid Laabs aus Altersgründen zurück; an ihre Stelle rückt Brigitte Zepf. Als erstes Vereinsmitglied wurde Laabs als Mitgründerin und angesichts ihres bedeutenden Engagements zum Ehrenmitglied ernannt. Mit ihrem Mann hatte sie einst auch die ersten Hilfstransporte in die ukrainische Partnerstadt organisiert. Den größten Finanzbedarf erforderten auch 2010 die vom Verein in Charkiv geförderten Sozialprojekte und die Unterstützung der Arbeit des Nürnberger Hauses; dafür hat der Verein über 68 000 Euro aufgebracht. Im laufenden Jahr wird nicht weniger Geld benötigt, zumal sich Stadt und Gebiet Charkiv aus der Sozial- und Gesundheitsfürsorge weitgehend zurückgezogen haben. Dank der hohen Spendenbereitschaft von Mitgliedern und Sponsoren zeigt sich der Verein zuversichtlich, die Herausforderungen zu bewältigen. Die heikle politische Lage in der Ukraine beschrieb der Slawist Professor Diether Götz: Zweifellos regiere Präsident Janukovytsch teilweise mit Methoden, die an Sowjetzeiten erinnern. Andererseits gebe es gerade jüngere Menschen, die sich dem mutig widersetzen, und kritische Journalisten, die unter immer schwierigeren Bedingungen offen und sachlich berichten.

 

Nürnberger Nachrichten 23.03.2011