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CHARKIW – GESCHICHTSTRÄCHTIG UND MODERN

Charkiw ist mit rund 1,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Ukraine. Die Stadt im Nordosten der Ukraine umfasst in der Fläche 30 Tausend Hektar. Aufgrund ihrer guten geographischen Lage wurde sie zu einem großen Wirtschafts- und Transportzentrum. Es gibt 12 Eisenbahn- und Busstationen, einen internationalen Flughafen und ein gutes System des öffentlichen Nahverkehrs. Die U-Bahn ist mit 3 Linien und 26 Bahnhöfen das zweitgrößte U-Bahnsystem in der Ukraine.


Charkiw ist über 350 Jahre alt.

Die Überlieferung besagt, dass Kosaken und Bauern die Stadt 1654 während des ukrainischen Befreiungskrieges unter Bogdan Chmelnitzkij gegründet haben. Von einem militärischen Grenzstützpunkt, der das Russische Reich gegen die Krimtataren sichern sollte entwickelte sich die Stadt bald zu einem Handels-und Verwaltungszentrum. 1726 wurde das Charkiwer Kollegium gegründet, an dem der ukrainische Philosoph Skovoroda lehrte; 1805 erfolgte die Gründung der Charkiwer Universität. Kein geringerer als Goethe hat sich für die-se neue Universität eingesetzt und mit dem ersten Rektor Vassilij Karazin korrespondiert. Im 19. Jahrhundert wurde Charkiw zum bedeutendsten Eisenbahnknotenpunkt Russlands im Süden des Zarenreiches und zum großen Industrie– und Handelszentrum.

Nach der Oktoberrevolution wurde Charkiw zur Hauptstadt der Sowjetukraine und behielt diesen Status bis 1934 bei. Das Bewusstsein, erste Hauptstadt gewesen zu sein, prägt die Stadt bis heute. In den Zwanziger Jahren wurde das erste Hochhaus in der Sowjetunion, das Haus der staatlichen Industrie „Gosprom“, gebaut, das mit seinem markanten Bauhausstil auch heute noch ein Wahrzeichen Charkiws geblieben ist. Charkiw war damals eine Stadt der Avantgarde. Ebenfalls wurde die legendäre Tupolev im Charkiwer Flugzeugwerk entwickelt. In den dreißiger Jahren entstanden riesige Traktoren-und Turbinenwerke. 1932 erfolgte in Charkiw die erste Spaltung des Atoms in der Sowjetunion.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Charkiw zu zwei Dritteln zerstört, 280.000 Menschen sind in und um Charkiw ums Leben gekommen. Die Stadt wurde zweimal von den deutschen Truppen besetzt. Am 23. August 1943 wurde sie endgültig durch die Sowjetarmee befreit. Der 23. August, ist bis heute der größte Feiertag in Charkiw. Die Bürger besuchen dann im Lesopark die Gedenkstätte Memorial, die den vielen Charkiwer Opfern des Zweiten Weltkrieges gewidmet ist, legen Blumen nieder und gedenken der Toten und Gefallenen. Nach dem Krieg begann ein intensiver Wiederaufbau. 1962 erreicht die Einwohnerzahl eine Million, 1975 wird die erste U-Bahnlinie eröffnet. Charkiw beherbergt die drittgrößte Universität in der Sowjetunion und ist führend in der Nuklear-und Weltraumforschung.

Auch heute ist Charkiw mit mehr als 60 wissenschaftlichen Forschungsinstituten, 26 Hochschulen, rund 250.000 Studenten (17% der Stadtbevölkerung) und sieben Akademien der Wissenschaften ein großes Wissenschaftszentrum. Zu den herausragenden Industrien gehören die Metallverarbeitung, Maschinenbau, Flugzeugbau und die Lebensmittelindustrie.. Für Kultur sorgen 6 Theater, die Philharmonie, Kino und Konzertsäle, der Zirkus, 8 Museen, sowie Bibliotheken und Archive. Die staatliche wissenschaftliche Korolenkobibliothek ist eine der größten Bibliotheken in der Ukraine mit einem Bestand von 6,5 Millionen Bücher. Zu den Sehenswürdigkeiten Charkiws gehören das Pokrovski Kloster aus dem 17. Jahrhundert, die Uspenski Kathedrale mit Glockenturm, die Mariä Verkündigungskathedrale sowie die alte Universität.

Charkiw ist offen für Freundschaft und Zusammenarbeit mit anderen Ländern in der ganzen Welt. Dies bezeugen 17 Städtepartnerschaften. Charkiw ist eine der ukrainischen Städte, in denen die EURO-2012 ausgetragen werden soll ; dafür ist bereits ein neues Stadion und ein neuer Flughafen gebaut worden. 3 europäische Auszeichnungen des Europarates: die Ehrenfahne, das Europäische Diplom und die Ehrenplakette für die aktive Förderung der Idee der europäischen Einheit hat Charkiw als einzige Stadt in der Ukraine erhalten.

Heute präsentiert sich Charkiw als grüne Stadt mit vielen Parks und Gärten und einem Zentrum, das Altes und Neues harmonisch miteinander verbindet. Auffallend sind die Bauten im klassizistischen Stil oder im stark ornamentalen Stil der sogenannten Ukrainischen Moderne. Beeindruckend ist der größte Platz Europas (Platz der Freiheit; früher Dzherzhinskiplatz). Mit dem konstruktivistischem Verwaltungsgebäude der staatlichen Industrie (Gosprom; ukr. Derschprom) und dem zentralen Lenindenkmal bietet er eine Skyline, die zu einem weiteren Wahrzeichen der Stadt geworden ist.

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