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Runder Tisch Ukraine am 09.10.17: Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Ukraine und Mittelfranken noch bescheiden aber anwachsend; Aufbruchstimmung in Charkiw

Zu der Veranstaltung "Deutsch-ukrainische Wirtschaftsbeziehungen aus mittelständischer Sicht" waren etwa 20 interessierte Besucher gekommen, die dem Referenten, Dr. Manuel Hertel von der IHK Mittelfranken, gespannt zuhörten. Er ordnete die Wirtschaftsbeziehungen zur Ukraine im Vergleich zu asiatischen Ländern als relativ bescheiden und überschaubar ein. Die Ukraine hätte zwar als Investitionsstandort und Handelspartner große Standortvorteile: sie liege in der Nähe, verfüge über einen großen Markt mit niedrigen Produktionskosten und gut ausgebildete, engagierte Fachkräfte.

Aber Rechtsunsicherheit, ausufernde Bürokratie, Korruption und politsche Instabilität schrecken mittelständische Unternehmen ab, dort zu investieren. Aktuell sind 69 Firmen dauerhaft vor Ort engagiert, am stärksten wohl der Kfz Zulieferer Leoni mit 2 Werken und bald mehr als 10.000 Beschäftigten. Allgemein gibt es in der Ukraine Zeichen von deutlicher wirtschaftlicher Erholung; Exporte und Importe legten zu. Dabei stünde Russland als Partner immer noch an erster Stelle. An die zweite Stelle sei jedoch die EU getreten. Exportiert werden vor allem Metalle, GEtreide und Speiseöl, Textilwaren und Dienstleistungen. Im Import dominierten mineralischen Brennstoffe aber auch Maschinen und Ausrüstungen.

Im Anschluss an Vortrag und Diskussion berichtete Antje Rempe vom Besuch in Charkiw Anfang Oktober, wo sie mit Vorstandsmitglied Peter Pohl die Partnerschaftsprojekte wieder in Augenschein nahm. Sie hob hervor, dass sich Charkiw selten so lebendig, experimentierfreudig und voll neuer Energie präsentiert hätte wie jetzt. Zu den positiven Veränderungen gehören neue Dienstleistungszentren in den Stadtteilen, wo die Bürger alles an einem Ort erledigen können, mehr Online Services, und viele kreative Initiativen. In der Woche war auch eine städtische Delegation angereist, um ein größeres gemeinsames Energetik-Projekt zu besprechen und die Ausstellung zum NN Kunstpreis zu eröffnen. Das hochrangige deutsch-ukrainisches Literatur-Festival "Brücken aus Papier" fand ebenfalls statt mit Vorträgn und Lesungen von deutschen und ukrainischenSchriftstellern. Schließlich weilten der deutsche Botschafter und der deutsche Generalkonsul für die Ostukraine aus Dnipro in Charkiw und besuchten dort auch das Nürnberger Haus, wo es ihnen offensichtlich sehr gefiel. Die Projekte des Partnerschaftsvereins laufen weiter sehr erfreulich und finden eine große Resonanz.

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