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Aktuelles, Juli 2016

Deutsch-ukrainische Schülerbegegnung: "Vielfalt erleben, Vorurteile abbauen"

Vom 16.-24. Juli reisten 10  Nürnberger Schüler von der Rudolf Steiner Schule und dem Sigmund Schuckert Gymnasium in die Ukraine. In Lemberg kamen sie zusammen mit 7 Schülern der dortigen Schule mit erweitertem Deutschunterricht. Die Lemberger Schüler zeigten ihnen ihre Stadt, und fuhren anschließend mit ihnen weiter nach  Kiew. Dort standen Besichtigungen des Zentrums, der Kirchen und des Maidans  aber auch der Besuch der Gedenkstätten Babij Jar und des Holodomors sowie ein Gespräch  zur Korruption mit der NGO "Tschesno" auf dem Programm.

Schließlich ging die Fahrt weiter nach Charkiw, wo noch einmal 11 Schüler dazu kamen. Die Schüler aus Lemberg und Nürnberg wohnten in Charkiwer Gastfamilien.  Gemeinsam setzte sich die Gruppe im Nürnberger Haus in Charkiw vier Tage lang  mit Stereotypen, Vorurteilen und Nationalismus als Identitätsfalle auseinander.  Das Programm umfasste die Diskussion über Stereotypen, Rollenspiele zur Selbst- und Fremdwahrnehmung, Vorträge zu historischen Narrativen in Deutschland und in der Ukraine sowie Vorträge über die ukrainische Menschenrechtssituation und die aktuelle Situation dort. Darüber hinaus wurden unterschiedlichen Gedenkstätten besucht und intensiv in Arbeitsgruppen an Miniprojekten gearbeitet. Am letzten Tag konnten die Schüler stolz den Nürnberger Teilnehmern diese Miniprojekte präsentieren: eine Fotoausstellung zur Architektur, ein Videofilm, ein Reisejournal, ein Plakat mit den Ergebnissen einer Umfrage zu Stereotypen und ein gemeinsam gemaltes und geschnittenes Kunstwerk. Alle Beteiligten waren mit Feuereifer dabei, und es hat ihnen riesigen Spaß gemacht. Der schönste Effekt war wohl die herzliche Freundschaft, die zwischen allen Teilnehmern aus Ost und West entstand. Der Abschied ging nicht ohne Tränen ab. Viele der Schüler freuen  sich jedoch schon auf  ein Wiedersehen im November in Nürnberg!

Freundschaftsreise in die Ukraine im Juli 2016

8 Ukraine-Fans, hauptsächlich Vereinsmitglieder  begleiteten die Nürnberger Schülergruppe und vertieften ihre Ukraine-Erfahrungen. Dabei wurden sie von Prof. Diether Götz wieder kundig, wortgewaltig und fürsorglich geführt.  In Charkiw besuchten die Teilnehmer die  vom Verein finanzierte Armenküche, verfolgten mit Interesse das Schülerprojekt am Nürnberger Haus und trafen sich mit alten Bekannten. Ein Ausflug nach Poltawa ergänzte das Programm. Alle waren sehr angetan von der Reise und vor allem beeindruckt von der friedlichen Normalität in den 3 ukrainischen Städten, die so ganz anders wirkte als das Bild der Ukraine in deutschen Medien.

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