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Juli 2014

Jugendprojekt "Kriegsgewalt und Menschenrechte" in Nürnberg: bewegende Freundschaft, viel gemeinsame Arbeit und Bangen um die Ukraine

Vom 12.-20. Juli weilten 10 Schüler aus Charkiw in Nürnberg. Sie wohnten in den Familien ihrer Freunde, die letztes Jahr in Charkiw waren. Zusammen mit 13 Schülern vom Sigmund Schuckert Gymnasium begaben sie sich auf die Spuren des 2. Weltkriegs und des Nationalsozialismus in Nürnberg, besuchten das Doku-Zentrum, die Straße der Menschenrechte und das Memorium, führten Gespräche mit dem Nürnberger Menschenrechtsbüro und interviewten Passanten auf der Straße zum Thema 2. Weltkrieg und zum Ukraine-Konflikt.
Der Ausflug zu den Gedenkstätten Buchenwald hinterließ einen besonders tiefen Eindruck. Er wurde finanziert durch den "Hermann Kesten Preis", den der Verband der Schriftsteller Mittelfrankens diesem Projekt verlieh. Madeleine Weishaupt, die Vorsitzende machte die Schüler mit dem Leben und Wirken von Hermann Kesten bekannt und reflektierte mit ihnen über Erinnerungskultur. Bei der Preisverleihung in der Nürnberger Stadtbibliothek präsentierten die Schüler ihre Ergebnisse: sie hatten tatsächlich einen Blog, einen Film und eine Diashow erstellt sowie Interviews aufgezeichnet, die in einer Broschüre zusammengefasst werden sollen. Dabei intensivierte sich die unkomplizierte Freundschaft, die schon in Charkiw beim ersten Tеil des Projekts geschlossen wurde; gemeinsames Feiern und Chillen füllte die Abende. Insgesamt eine beglückende, schöne Erfahrung! Möglich gemacht wurde dieses Projekt in erster Linie durch die Firma Rödl & Partner, die eine sehr großzügige Förderung bereitstellte sowie durch einen Zuschuss der Stiftung "Nürnberg - Stadt des Friedens und der Menschenrechte". Allen Förderern ein herzliches Dankeschön!
Mehr erfahren Sie über den Schülerblog: http://ssgcharkiw.wordpress.com/ .

 

Runder Tisch Ukraine am 14.07.2014

Die ukrainischen Schüler berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen in Charkiw während der letzten vier Monaten. Es ging um den Euromaidan in Charkiw, die vielen Flüchtlinge, die jetzt nach Charkiw aus Donezk und Lugansk strömen, die oft aufbrechenden Gegensätze in den Familien und zwischen Jung und Alt und wie die Schüler mit der Zweisprachigkeit von Ukrainisch und Russisch und dem Gegensatz von West und Ost umgehen. Alle hatten Angst vor einem Krieg mit Russland, und ihr Herz schlug für die Ukraine. Ein Mädchen, das sich regelmäßig beim Euromaidan in Charkiw engagiert, präsentierte eindrucksvolle Bilder vom Geschehen in Charkiw im letzten halben Jahr, die hier auf der Website anzusehen sind. Der Flugzeugabsturz am 17.07. hat die Gruppe besonders schockiert.

Hilfe für Flüchtlingskinder in Charkiw durch die Berufsschule 8

Auch dieses Jahr hat die Berufsschule 8 in Nürnberg, die vor allem Arzt- und Apothekenhelfer/innen ausbildet, für bedürftige Kinder in Charkiw gesammelt. Am 24.07. 2014 konnten 2 Vertreterinnen der Auszubildenden zu Medizinischen Fachangestellten stellvertretend für alle Spendensammlerinnen und Sammler an der Schule Frau Antje Rempe und Frau Brigitte Zepf vom Partnerschaftsverein einen Scheck in Höhe von 1.970 Euro sowie einige Medikamente überreichen. Alle Klassen hatten sich aktiv beteiligt. Der ebenfalls anwesende Leiter des Nürnberger Hauses in Charkiw Anatolij Mozgovyy hob hervor, wie wichtig diese Hilfe und Solidarität gerade in der jetzigen Lage für die Menschen in Charkiw sind. Die Medikamente sollen der Sozialstation zugutekommen, während die Geldsumme in diesem Jahr für Flüchtlingskinder bestimmt ist. Herr Mozgovyy wies darauf hin, dass es zur Zeit ca. 30.000 Flüchtlinge, Tendenz steigend im Charkiwer Gebiet gebe. Er wird sich um die Weitergabe an die richtige Adresse kümmern. Großer Dank auch an den Lehrer Herrn Hühnel, der diese Aktion an der Schule weiterführt und koordiniert.

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